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Kleingedrucktes

Philipp Heine

Geboren 1983, Studium der Neueren deutschen Literaturwissenschaft, AVL (Komparatistik) und Germ. Mediävistik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Associatus des Lehrstuhls Prof. Dr. Friedrich Vollhardt (LMU München). Seit 2009 Mitglied der Münchner Forschungsgruppe des Internationalen Forschungskollegs „Gegenwelten – Religiöse Ordnungsmodelle der säkularen Moderne“ (Prof. Dr. Clemens Pornschlegel, LMU München).

 

Publikationen

Oswald Spengler, die Weltanschauungsliteratur und die literarische Moderne: Vorbemerkungen zu einer literaturwissenschaftlichen Perspektive. In: Tektonik der Systeme. Neulektüren von Oswald Spengler. Hg. v. Arne de Winde, Bart Philipsen u. Sientje Maes. Heidelberg: Synchron (in Vorbereitung für 2011).

 

Projektskizze „Die Weltanschauungsproblematik in der Literatur der Moderne“

Die geistes- und kulturgeschichtliche Konstellation der „Weltanschauungsproblematik“ in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erweist sich als Problemkomplex aus textanalytischen, ideengeschichtlichen, philosophischen, wissenschaftshistorischen und wissenssoziologischen Fragestellungen. Von „weltanschaulichen“ Texten – die im weitesten Sinne einer operativen bzw. engagierten Literatur zuzuordnen sind, da sie die Vermittlung von Weltanschauungs-, oder allgemeiner Orientierungswissen übernehmen – sind weitreichende Implikationen für die spezifische Textualität und Literarizität der literarischen Moderne zu erwarten. Dies macht, neben einer systematisch-historischen Aufarbeitung der Interdependenz- und Interferenzbereiche von Weltanschauung und Literatur, vor allem methodologische Reflexionen zur Möglichkeit einer literarhistorischen Aufarbeitung und textanalytischen Erfassung dieses komplexen, wie auch potentiell weitläufigen thematischen Bezugs, zu einem unverzichtbaren, da mit den systematisch-historischen Aspekten unabdingbar verknüpften Bestandteil der Fragestellung. Ziel des Projektes ist es ein Analyseinstrumentarium bereitzustellen, das sowohl (wissens‑)historische, als auch wissenssoziologische Elemente in seinen Fokus nimmt, also in methodischer Hinsicht die Untersuchbarkeit extrem wandelbarer mentalitätsgeschichtlicher Aspekte in (literarischen) Texten eröffnet und Probleme ihrer Konstitution, Analyse und Interpretation, vor allem in Hinblick auf die gesellschaftliche Wirkung von literarischem Wissen, expliziert. Exemplarisch soll dies an Texten Alfred Döblins und Ernst Jüngers aus den 1920er und 30er Jahren verdeutlicht werden.